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Gothic – nicht nur eine Jugendbewegung

September 19th, 2008 · No Comments

Beim Begriff Gothic denkt man in erster Linie an satanistisch angehauchte Jugendliche. Doch was ist tatsächlich dran an diesem Bild, das viele Menschen noch immer haben? Sicher werden viele Jugendliche von den Gedanken, von den Leitmotiven der Gothic Szene angesprochen. Doch bedeutet Gothic in keinster Weise die Anbetung des Teufels.

Richtig ist, dass man in der Gothic Szene dunkle Kleidung bevorzugt. Ebenfalls wird Wert auf ein Schminken des Gesichts in heller, blasser Farbe gelegt. Dadurch gelingt es, einen krassen Gegensatz zwischen Kleidung und Gesicht zu erzielen, der Kontrast hell und dunkel wird ideal hergestellt. Ausgiebig kann man sich zum richtigen Schminken und der passenden Gothic Kleidung in einem speziellen Gothic Shop beraten lassen. Dort weiß man ganz genau, worauf es letztlich ankommt, um in der erwarteten Kleidung aufzutreten.

Dennoch stellt die Gothic Bewegung keine dar, in der ein Gruppenzwang zu eben dieser Kleidung und dem Schminken besteht. Vielmehr hat man es hier mit einer Lebenseinstellung zu tun, bei der die anderen Menschen so akzeptiert werden, wie sie sind, unabhängig davon, was sie tragen, welche Musik sie hören usw. In Gothic Kreisen geht es oft ernsthaft zu, man denkt viel nach, insbesondere über den Tod, was aber nicht heißt, dass man sich auch stets umbringen will. Vielmehr versucht man den Tod als Teil des Lebens zu sehen, der genauso dazu gehört, wie die Geburt.

Opferrituale und ähnliches, wie sie den Gothic Anhängern immer wieder nachgesagt werden, findet man hier ebenso wenig. Die Gothic Bewegung, der viele Jugendliche auch als Erwachsene noch treu bleiben, weil sie sich hier einfach akzeptiert fühlen, ist eine besonders friedliebende Gruppierung. Das heißt, man will Streit und Ärger vermeiden, man versucht, einfach harmonisch mit anderen auszukommen.